Darwin Núñez: Familie wichtiger als die WM
Darwin Núñez steht im Zentrum der Debatte nach seiner Nichtberücksichtigung für die lokale Kaderliste des Al-Hilal; Trainer Simone Inzaghi hat ihn auf die Teilnahme an der AFC Champions League Elite beschränkt.
Die Entscheidung sorgte international für Diskussionen, da in einigen Ländern das Transferfenster noch offen ist und Medienberichte Spielerwechsel aus Südamerika nahelegen, um Núñez‘ Chancen auf die WM 2026 mit Uruguay zu sichern.
Die sportliche Rechnung ist klar: Sollte Al-Hilal ihn in der AFC Champions League Elite einsetzen, kämen höchstens sechs Partien für Núñez in Frage – von der Runde der letzten 16 bis zum möglichen Finale.
FAMILIE WICHTIGER ALS DIE WM
Sebastián Giovannelli (ESPN Uruguay) berichtet, dass Núñez den Verbleib in Saudi-Arabien bevorzugt, weil seine Familie nicht erneut umziehen will. Diese Entscheidung würde er offenbar sogar einem sofortigen Transfer vorziehen.
Demnach steht für Núñez die private Stabilität über dem kurzfristigen sportlichen Risiko: Er wolle nicht mit seiner Familie nach Uruguay, Argentinien oder Brasilien umziehen und ziehe deshalb einen Verbleib vor, selbst wenn dies die nationale Perspektive beeinträchtigen könnte.
ANGEBOTE VERFOLGEN NÚÑEZ
Trotz der Präferenz zum Bleiben steht Núñez bei mehreren Klubs auf dem Zettel – Medienberichte nennen unter anderem Peñarol und Flamengo als Interessenten. Die Frage bleibt, ob ein attraktives Angebot die Familienentscheidung verändern könnte.
Núñez genießt trotz Kritik an seiner Abschlussqualität weiterhin sportliches Vertrauen als Offensivspieler mit Drang zum Eins-gegen-eins, Geschwindigkeit und der Fähigkeit, die Linien zu verknüpfen.
FIRMINO-SZENARIO & GEDULD MIT BENZEMA
Ein mögliches Szenario erinnert an Roberto Firmino: Dieser akzeptierte eine Einschränkung im lokalen Kader, glänzte dann jedoch in der AFC Champions League Elite und wurde zum Schlüsselspieler. Die Frage ist, ob Inzaghi Núñez ähnlich einsetzen und ihm regelmäßig Einsatzzeiten geben würde – trotz der Verpflichtung von Karim Benzema.
Wenn Núñez nur wenige Minuten erhält, droht ein ähnliches Schicksal wie bei Abdullah Al-Hamdan, der kürzlich zu Al-Nassr wechselte. Andererseits könnte ein starkes Abschneiden in Asien seine Situation stabilisieren.
LIVERPOOL-VERGANGENHEIT UND GEDULD
Die Liste ehemaliger Liverpool-Spieler in der saudischen Liga liest sich wechselhaft: Von Firmino über Jordan Henderson bis zu Steven Gerrard – nicht jeder fand dauerhaft Erfolg. Sadio Mané ist bislang das vorbildlichste Beispiel für Kontinuität, bleibt aber in der Suche nach großen Titeln involviert.
Für Núñez bleibt die Vertragsdauer ein Faktor: Sein aktuelles Arbeitspapier läuft bis 2028, während Benzema zunächst nur für eineinhalb Jahre engagiert wurde. Das eröffnet langfristige Optionen, gleichzeitig sinkt die Geduld des Klubs, sollte Núñez sportlich nicht überzeugen oder kaum Spielzeit erhalten.
Facebook-Post: Darwin Núñez bleibt ungewiss – bleibt er beim Al-Hilal bis zur WM 2026 oder sucht er einen Transfer?
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